Mit einem Flyer informierte der Eigenbetrieb Stadtentwässerung der Stadt Dortmund die Anliegerinnen und Anlieger über eine geplante Kanalbaumaßnahme im Bereich Neuer Graben und der Seitenstraßen.
Da wir glauben, dass diese Maßnahme nicht nur unmittelbar die Anliegerinnen und Anlieger betrifft, möchten wir an dieser Stelle die Bewohnerinnen und Bewohner des gesamten Althoffblocks an diesem Thema teilhaben lassen.
Neben Informationen um was es bei der Maßnahme geht, werden die Anliegerinnen und Anlieger zusätzlich zu einer Informationsveranstaltung am 20.01.2025 von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr in der St. Nicolai-Kirche eingeladen.
Wir zitieren an dieser Stelle einige Abschnitte aus dem Flyer:
Wie bleiben Sie informiert?
Im Rahmen der Baumaßnahme kommen sicherlich viele Fragen und Hinweise bei Ihnen auf. Gerne möchten wir Sie persönlich über die Maßnahme informieren,
den aktuellen Planungsstand mit Ihnen besprechen und Ihre Fragen beantworten.
Dafür laden wir Sie herzlich ein zu einer
Informationsveranstaltung am
20.01.2026
von 18:00-20:00 Uhr
in der St. Nicolai-Kirche,
Kreuzstraße 66a, 44139 Dortmund
Vor Ort werden die Ansprechpersonen der Stadtentwässerung, der DONETZ GmbH sowie weitere involvierte Akteure für Ihre Fragen ansprechbar sein.
Der Kirchenraum ist barrierefrei zugänglich.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
Es ist beabsichtigt, Sie während der Baumaßnahme über Aushänge in den Schaukästen am Althoff-Treff und an der Heilig-Geist-Kirche auf dem Laufenden zu halten.
Was muss passieren?
Der vorhandene städtische Abwasserkanal im Bereich des Neuen Graben und seine Nebenkanäle zeigen aufgrund seines hohen Alters an vielen Stellen Schäden an Mauerwerk und Fugen.
Da sich über die letzten Jahrzehnte die Abwassermengen im Kanalnetz stark erhöht haben, wird eine umfangreiche Kanalerneuerung notwendig,
um den regelkonformen Betrieb des Entwässerungssystems und dessen Widerstandsfähigkeit gegen Starkregenereignisse weiterhin zu gewährleisten.
Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung der Stadt Dortmund plant, diese Kanalerneuerung ab dem Frühjahr 2026 durchzuführen. Die geschätzte Bauzeit beträgt insgesamt 3 Jahre.
Die Erneuerung der Rohrleitungen erfolgt in offener Bauweise. Die Straße wird aufgegraben und die vorhandene Rohrleitung wird durch die neue Rohrleitung ersetzt.
In Abschnitten von 100-150 m Länge wird im Neuen Graben zwischen Von der Recke-Straße und Lindemannstraße ein neues Kanalrohr DN 2400 (Durchmesser 240cm) verlegt.
Voraussichtlich im Anschluss an die Arbeiten im Neuen Graben werden auch die Abwasserkanäle in den Seitenstraßen Straßburger Straße, Metzer Straße, Steubenstraße,
Roseggerstraße und Haenischstraße in offener Bauweise erneuert. Die Arbeiten werden ebenfalls in aufeinander folgenden Bauabschnitten bis 150 m Länge ausgeführt.
Neben der Erneuerung der Abwasserkanäle in der Straße werden zudem Versorgungsleitungen der DONETZ GmbH und der Telekom in den Gehwegen erneuert.
Ziel ist es, diese Arbeiten zu bündeln, um die entstehenden Kosten und die Einschränkungen für die Anwohner*innen möglichst gering zu halten.
Über eine gemeinsame Ausschreibung der DONETZ GmbH und der Stadtentwässerung Dortmund konnte Anfang Dezember ein Generalunternehmen beauftragt werden.
Diese wird mit verschiedenen Subunternehmen gemeinsam die vorbereitenden Arbeiten, den Aushub der Baugruben sowie die Erneuerung der Kanalrohre durchführen.
Das ausgehobene Material wird voraussichtlich abtransportiert, aufbereitet und soweit möglich nach Durchführung der Sanierung wieder eingebaut.
Um die Einschränkungen im Straßenverkehr möglichst gering zu halten, wird die Straßendecke nach jedem Abschnitt wieder hergestellt und für den Verkehr freigegeben.
Welche Auswirkungen hat die Maßnahme?
Für die Länge der Bauzeit wird es zu Einschränkungen kommen, über die wir Sie hiermit bereits jetzt informieren möchten.
Verkehrseinschränkungen und Erreichbarkeit der Grundstücke
Die Verlegung der neuen Kanalabschnitte erfordert jeweils eine Vollsperrung des jeweiligen Bauabschnitts, voraussichtlich auf einer Länge zwischen 100 und 150m.
Dies gilt sowohl für die Kanalbauarbeiten am Neuen Graben als auch für die Arbeiten in den Seitenstraßen. Die entsprechenden Abschnitte werden dann ausschließlich zu Fuß und ggf. mit dem Fahrrad zu passieren sein.
Aufgrund der Größe des neuen Kanalbauwerks und der Bündelung der Arbeiten für DoNetz und Telekom sind diese Vollsperrungen nicht zu vermeiden.
Bei der Einteilung der Bauabschnitte ist darauf geachtet worden, die Umfahrung für den PKW-Verkehr möglichst kleinräumig zu ermöglichen.
Ihre Grundstücke und Wohnungen werden zu Fuß jederzeit erreichbar sein. Die Baumaßnahme ist mit der örtlichen Feuerwehr, der Verkehrsbehörde sowie allen zuständigen Ämtern abgesprochen.
Ein Einsatz ist zu jeder Zeit gewährleistet, ebenso die Abfuhr des Mülls durch die EDG.
Lärm und Erschütterungen
Die Kanalerneuerung im Neuen Graben birgt einige besondere Herausforderungen. So muss an einigen Stellen das neue Kanalbauwerk in den unterliegenden Felsgrund eingelassen werden.
Hierfür werden Arbeiten mit einer Felsfräse notwendig, die zu leichten Erschütterungen und teils erhöhten Lärmbelastungen führen können.
Wie im Ruhrgebiet üblich, werden im Vorfeld der Bauarbeiten Kampfmittelerkundungen mithilfe von Tiefensondierungen stattfinden.
Herausgeber:
Stadtentwässerung Dortmund
Dr. Christian Falk, Mario Niggemann (verantwortlich)